Barrierefreiheit in Luxembourg

Schlagwort: Organisationen

  • ISIE NEWS – Nachrichten in Leichter Sprache

    ISIE NEWS – Nachrichten in Leichter Sprache

    Wenn Nachrichten zugänglich werden

    Wie verstehen Menschen mit Lernschwierigkeiten, was in der Welt passiert? Wie können sie an politischen Diskussionen teilnehmen, wenn die meisten Nachrichten zu schwer zu lesen sind? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projekts Isie News – einer neuen Initiative der APEMH, die im Mai 2026 mit dem Prix de l’inclusion numérique ausgezeichnet wurde.

    Die Idee: Von Betroffenen für Betroffene

    Die Idee für Isie News kam von zwei Mitarbeiterinnen aus dem Atelier Isie mit Lernschwierigkeiten. Die beiden Frauen sind politisch sehr interessiert und wollen über aktuelle Ereignisse diskutieren – doch sie kritisieren zu Recht, dass es in Luxemburg nach wie vor zu wenige Nachrichten gibt, die gut zu verstehen sind.

    Ihre Schlussfolgerung: Es braucht eine Plattform für inklusive, zugängliche Nachrichten – und zwar online, weil das digitale Umfeld viele technische Möglichkeiten bietet, Barrieren abzubauen.

    Warum Nachrichten in Leichter Sprache?

    Das Recht, seine Meinung frei zu äußern, Zugang zu Informationen zu haben sowie das Recht auf Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben sind in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verankert, die Luxemburg 2011 unterzeichnet hat.

    In der Realität stehen aber viele Menschen vor Barrieren, wenn sie Nachrichten lesen.

    Drei Arbeitsmethoden

    Das Projekt Isie News basiert auf einem innovativen Arbeitsmodell mit drei Achsen:

    1. Ko-Produktion – Die Mitarbeiterinnen mit Lernschwierigkeiten arbeiten von Anfang an mit – sie entscheiden mit, wie die Nachrichten aussehen sollen, und sind Vollmitglieder der Redaktion.
    2. Peer-to-Peer – Die Mitarbeiterinnen erstellen ein Produkt, das für andere Menschen mit Lernschwierigkeiten zugänglich ist. Sie wissen aus eigener Erfahrung, was funktioniert – und was nicht.
    3. Peer-to-Professional – Die Mitarbeiterinnen sind Expertinnen für inklusive Kommunikation. Sie können andere Medien beraten, wie man zugängliche Inhalte produzieren kann.

    Ist der Online-Weg der richtige?

    Der digitale Kanal ist eine gute Wahl, weil er gleichzeitig die Möglichkeit bietet, verschiedene Barrieren zu umgehen:

    • Screenreader für Menschen mit Sehproblemen
    • Audios für Menschen, die nicht gut lesen können
    • Videos mit visueller Unterstützung
    • Einfache Navigation und Kompatibilität mit digitalen Assistenztechnologien

    Zusätzlich möchte Isie News mit lokalen Medienhäusern zusammenarbeiten, um ein nachhaltiges Netzwerk für inklusive Nachrichten in Luxemburg aufzubauen.

    Drei Phasen des Projekts

    Das Projekt läuft in strukturierten Schritten ab:

    • Phase 1 – Konzeption: Das Ko-Produktionsteam diskutiert gemeinsam, wie das Projekt umgesetzt wird: Welche Form sollen die Nachrichten haben? Wie oft werden sie veröffentlicht? Welche Themen werden vorrangig behandelt?
    • Phase 2 – Testen: Verschiedene Nachrichtenformate werden erstellt und von Mitarbeiterinnen getestet: Sind sie wirklich gut zu verstehen? Was muss verbessert werden?
    • Phase 3 – Veröffentlichung: Die Nachrichten werden online gestellt – idealerweise in Kooperation mit einem lokalen Medienhaus.

    Der Prix de l’inclusion numérique 2026

    Beim 8. Interdisziplinären Forum über digitale Inklusion erhielt die APEMH den Prix de l’inclusion numérique 2026 – eine wichtige Anerkennung für das Projekt Isie News und für die Arbeit des gesamten Atelier Isie.

    Dieser Preis unterstreicht: Inklusion im digitalen Raum ist kein Randthema – es ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Und Ideen kommen manchmal nicht aus den Büros der Politiker, sondern von den Menschen, die täglich mit Barrieren umgehen müssen.

    Isie News im größeren Kontext

    Isie News fügt sich in ein umfassendes Gesamtbild ein, das in Luxemburg in Bewegung geraten ist:

    • Accessilingua entwickelt eine KI-Unterstützung für die Produktion von Texten in Leichter Sprache
    • Guichet.lu bietet immer mehr Verwaltungsverfahren in Leichter Sprache an
    • Klaro bietet Übersetzungen an

    Während die anderen Initiativen hauptsächlich administrative oder bildungsbezogene Inhalte zugänglich machen, schließt Isie News eine andere Lücke: den aktuellen Nachrichtenbetrieb. Menschen mit Lernschwierigkeiten sollen nicht nur ihre Steuererklärung verstehen können – sie sollen auch wissen, was in der Welt und in Luxemburg passiert.


    Quellen:

  • Klaro im Detail – Wie das Kompetenzzentrum funktioniert

    Klaro im Detail – Wie das Kompetenzzentrum funktioniert

    Das Herz der Leichten Sprache in Luxemburg

    Klaro ist das offizielle Kompetenzzentrum für Leichte Sprache in Luxemburg und gehört zur APEMH Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung und deren Familien.

    Wann ist Klaro entstanden?

    Im Jahr 2011 hat Luxemburg die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Ein Jahr später, 2012, wurde Klaro gegründet. Seitdem setzt sich das Zentrum dafür ein, dass Leichte Sprache im ganzen Land genutzt werden kann.

    Wie funktioniert Klaro?

    Heute arbeiten drei Personen bei Klaro. Ihre Hauptaufgaben sind:

    1. Informieren und Sensibilisieren
    Klaro ist für jeden da – für Personen und Organisationen, die sich über Leichte Sprache und barrierefreie Kommunikation informieren möchten.

    2. Schulungen anbieten
    Mitarbeiter von Klaro geben auch Kurse. Die Schulungen zeigen, wie man Texte klarer schreiben und Dokumente zugänglicher gestalten kann. Viele Workshops und Coachings finden im Schloss in Bettemburg statt, aber auch am INAP, um die öffentliche Verwaltung zu unterstützen.

    3. Übersetzungen und Validierung
    Wenn ein Text in Leichter Sprache geschrieben wird, sendet man diesen an Klaro. Klaro schickt den Text an ihre Mitarbeiter mit intellektueller Beeinträchtigung, um den Text zu prüfen. Die Prüfgruppe aus den APEMH-Werkstätten arbeitet mit Klaro zusammen, um zu überprüfen, ob ein Text wirklich einfach zu verstehen ist.

    Zusammenarbeit mit anderen Partnern

    Klaro arbeitet eng mit dem Zentrum für die Luxemburgische Sprache (ZLS) zusammen an der Entwicklung von Regeln für eine Leichte Sprache auf Luxemburgisch. Diese Regeln sollen bis Ende 2025 fertig sein.

    Klaro ist auch Partner von Guichet.lu, Infocrise.lu und vom Familien- und Integrationsministerium. Klaro hilft auch bei anderen europäischen Initiativen wie Accessilingua, einem Tool mit Künstlicher Intelligenz für automatische Übersetzungen in Leichte Sprache.

    Warum ist Klaro wichtig?

    Ohne Klaro wäre es schwierig für Luxemburg, große Mengen an Texten in Leichter Sprache zu produzieren. Der Prozess ist komplex und zeitaufwendig. Aber dank Klaro können Ministerien, Gemeinden, Schulen und auch private Organisationen ihre Informationen zugänglich machen – und damit mehr Menschen erreichen und zur Teilhabe befähigen.


  • CDI – Leichte Sprache im Bildungsbereich in Luxemburg

    CDI – Leichte Sprache im Bildungsbereich in Luxemburg

    Wenn Bildung Leichte Sprache braucht

    Neben Klaro gibt es noch einen anderen wichtigen Akteur im Bereich Leichte Sprache in Luxemburg: Den Service Leichte Sprache vom Centre pour le développement intellectuel (CDI). Aber was ist das CDI und was macht ihr Service?

    Was ist das CDI?

    Das CDI ist ein Kompetenzzentrum in Luxemburg für Schüler mit intellektueller Beeinträchtigung.

    Das CDI bietet Betreuung für Kinder und Jugendliche mit intellektueller Beeinträchtigung an. Dies beinhaltet:

    • Ein Defizit in den kognitiven Funktionen (Sprache, Lesen, Rechnen, Verständnis von Regeln, Autonomie)
    • Einen Mangel an adaptiven Funktionen im Alltag (Kommunikation, soziale Teilhabe, Selbstständigkeit)

    Der Service Leichte Sprache – Was macht er?

    Der Service Leichte Sprache, der zum CDI gehört, hat zwei Hauptziele: Leichte Sprache zu fördern und Texte in Leichte Sprache zu übersetzen.

    Die Missionen des CDI:

    Eine der Missionen des CDI ist es, Informationen für jeden zugänglich zu machen. Dafür verwendet das CDI Leichte Sprache.

    Diese macht das Lesen für jeden einfacher, besonders für Personen mit intellektueller Entwicklungsstörung, Menschen mit Sehproblemen, Legastheniern, ältere Menschen und viele andere.

    Für wen ist der CDI-Service da?

    Der Service national de l’éducation inclusive (SNEI), sowie alle Kompetenzzentren können ihre Anfragen für Übersetzungen einreichen.

    Was ist der SNEI?

    Der Service national de l’éducation inclusive hat als Mission die Förderung der inklusiven Bildung und die Entwicklung der Qualität der Betreuung von Schülern mit spezifischen Bildungsbedürfnissen zu garantieren.

    Wie viele Kompetenzzentren gibt es?

    In Luxemburg gibt es acht Kompetenzzentren und eine Agentur, die spezialisiert sind, um auf die spezifischen Bedürfnisse zu reagieren, die Schüler haben können:

    1. Centre pour le développement des compétences langagières, auditives et communicatives (Centre de logopédie, CL)
    2. Centre pour le développement des compétences relatives à la vue (CDV)
    3. Centre pour le développement socio-émotionnel (CDSE)
    4. Centre pour le développement des apprentissages Grande-Duchesse Maria Teresa (CDA)
    5. Centre pour le développement moteur (CDM)
    6. Centre pour le développement intellectuel (CDI)
    7. Centre pour enfants et jeunes présentant un trouble du spectre de l’autisme (CTSA)
    8. Centre pour enfants et jeunes à haut potentiel (CEJHP)
    9. Agence pour la transition vers une vie autonome (ATVA)

    All diese Zentren können den Service Leichte Sprache vom CDI nutzen!

    Wie funktioniert die Anfrage?

    Anfragen für Übersetzungen können via Formular auf der Internetseite eingereicht werden. Der Service Leichte Sprache kontaktiert den Antragsteller, um die nächsten Schritte zu klären.

    Die Etappen der Arbeit beim CDI:

    Die Webseite des CDI zeigt ein Diagramm mit den verschiedenen Schritten:

    1. Anfrage – Text einreichen
    2. Übersetzung – Team übersetzt den Text
    3. Relecture – Prüfer aus dem CDI prüfen den Text
    4. Validierung – Text wird freigegeben
    5. Lieferung – Fertigen Text zurückschicken

    Wer ist das Team?

    Das Team besteht aktuell aus einem Berater in der Leichten Sprache, einem Koordinator, Übersetzern, die in Leichter Sprache ausgebildet sind, und aus Prüfern, darunter Schüler vom CDI.

    Prüfer aus dem CDI:

    Genau wie beim Atelier Isie von Klaro, kommen auch beim CDI die Prüfer aus der Zielgruppe: Schüler vom CDI mit intellektueller Beeinträchtigung, die ihr Feedback geben, ob ein Text wirklich einfach zu verstehen ist.

    Unterschied zwischen CDI und Klaro

    AspektKlaro (APEMH)CDI Service
    ZielgruppeAlle Verwaltungen, Firmen, OrganisationenHauptsächlich SNEI und Kompetenzzentren
    BereichAllgemeine Leichte SpracheBildungsbereich
    SprachenFALC + Leichte Sprache + Liicht SproochFALC + Leichte Sprache
    PrüferAtelier IsieCDI-Schüler
    Zukünftige PläneLuxemburger Regeln entwickelnErweiterung auf Verwaltungen des Bildungsministeriums

    Warum zwei Services?

    Es macht Sinn, zwei Services zu haben:

    Spezialisierung Der CDI-Service kennt den Bildungskontext gut und ist spezialisiert auf Materialien für Schüler.

    Kapazität Mit zwei Services können mehr Texte in kürzerer Zeit produziert werden.

    Netzwerk Der CDI-Service ist direkt mit den Kompetenzzentren und dem SNEI verbunden – das vereinfacht die Kommunikation.

    Prüfer-Pool Mehr Prüfer = mehr Diversität im Feedback.

    Wichtigkeit für die Bildung

    Was beim CDI wichtig ist, ist die Inklusion und eine maximale Teilhabe an der Gesellschaft. Das heißt: Alle Personen haben dieselben Rechte. Alle Personen sind überall inkludiert. Alle Personen entscheiden ihr eigenes Leben selbst.

    Leichte Sprache in der Bildung bedeutet:

    • Schüler mit spezifischen Bedürfnissen können ihre Schulmaterialien besser verstehen
    • Eltern können besser mit Lehrern kommunizieren
    • Dokumente sind für jeden zugänglich

    Die Zukunft des Service

    Der Service Leichte Sprache vom CDI ist noch relativ jung, aber die Pläne sind ambitioniert.

    In naher Zukunft wird das Angebot des Service Leichte Sprache auf andere Verwaltungen des Bildungsministeriums erweitert.

    Das heißt: Mehr Schulen, mehr Services, mehr Bildungsinstitutionen können in Zukunft Leichte Sprache-Texte beim CDI anfragen.

    Kontakt:

    Centre pour le développement intellectuel Service Leichte Sprache 5, rue Thomas Edison L-1445 Strassen

    Tel.: +352 247-55700 E-mail: leichte.sprache@cc-cdi.lu


    Quellen:

  • Projekt Starter Pack – APEMH gewinnt den Prix de l’inclusion numérique

    Projekt Starter Pack – APEMH gewinnt den Prix de l’inclusion numérique

    Wenn digitale Inklusion auf Leichte Sprache trifft

    Am 17. Mai 2025 erhielt die APEMH den „Prix de l’inclusion numérique“ für ihr innovatives Projekt „Starter Pack“. Dies ist nicht nur ein Preis – es ist ein wichtiger Schritt für mehr digitale Inklusion in Luxemburg.

    Was ist das Projekt Starter Pack?

    Der Starter Pack ist eine kompakte Basisschulung für Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung. Das Ziel ist einfach: Den Leuten die Kompetenzen geben, die sie brauchen, um in der digitalen Welt anzufangen.

    Warum ist das so wichtig?

    In den letzten Jahren hat die APEMH festgestellt, dass viele Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung noch immer viele Barrieren in der digitalen Welt erleben. Solche Probleme verhindern, dass Leute voll und ganz am digitalen Leben teilhaben können:

    • Du hast ein Smartphone, aber du hast Schwierigkeiten QR-Codes zu scannen
    • Du willst ein App-Konto erstellen, aber findest das zu kompliziert
    • Du hast einen Computer, aber weißt nicht wie man das Internet im Alltag benutzen kann

    Wie funktioniert der Starter Pack?

    Die Schulungsmodule

    Der Starter Pack besteht aus verschiedenen Schulungsmodulen. Jedes Modul ist speziell an Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung angepasst. Die Inhalte sind in Leichter Sprache und auf Luxemburgisch geschrieben – eine Kombination, die spezifisch für Luxemburg ist!

    Flexibles Lernen

    Ganz nach dem Motto „Design for All“ und „Leichte Kommunikation“ ist der Starter Pack für jedermann zugänglich:

    • Du kannst in deinem eigenen Rhythmus alleine lernen
    • Oder zusammen mit anderen in einer Gruppe
    • Mit einem gedruckten Handbuch
    • Am Computer
    • Mit Videos

    Die drei Phasen des Projekts

    Phase 1: Definieren In der ersten Phase werden die Schulungsmodule definiert. Dies geschieht basierend auf der Analyse von anderen digitalen Projekten, die die APEMH schon realisiert hat. Ganz wichtig: Dies geschieht in einem inklusiven Team – das heißt, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung arbeiten aktiv mit.

    Phase 2: Testen und Adaptieren Der Starter Pack wird mit der Zielgruppe getestet. Nachdem die Leute den Starter Pack benutzt haben, geben sie Feedback und schlagen Verbesserungen vor. Die Module werden dann adaptiert für eine bessere Verständlichkeit.

    Phase 3: Veröffentlichen Zu guter Letzt werden die Schulungsmodule und Handbücher auf der Website lern-plattform.lu veröffentlicht. So kann jeder darauf zugreifen!

    Unterstützung vom Staat

    Das Projekt wird vom Ministerium für Digitalisierung unterstützt. Dies zeigt wie wichtig dem Staat digitale Inklusion ist. Es geht nicht nur darum, dass alle Leute Zugang zum Internet haben, sondern auch dass sie wissen wie sie das Internet benutzen können.

    Mehr als nur Schulung

    Der Starter Pack ist ein wichtiges Beispiel wie Leichte Sprache und Digitalisierung zusammenarbeiten können. Indem die APEMH die Inhalte in Leichter Sprache und auf Luxemburgisch veröffentlicht, macht sie digitale Inklusion zugänglicher als je zuvor.

    Dies ist auch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Leichter Sprache auf Luxemburgisch – ein Bereich, der noch im Aufbau ist.

    Die Lernplattform der APEMH

    Der Starter Pack ist nicht das einzige Projekt auf der Lernplattform. Auf lern-plattform.lu findet man schon jetzt andere digitale Projekte und Ressourcen:

    • Tutorials für verschiedene Apps und Programme
    • Erklärungsvideos in Leichter Sprache
    • Praktische Guides für den Alltag

    Wann kommt der Starter Pack?

    Die APEMH hat angekündigt, dass der Starter Pack im Laufe des Jahres 2026 verfügbar sein wird. Die Arbeit ist in vollem Gang!

    Die Rolle der APEMH

    Die APEMH setzt sich seit Jahren für die Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung ein. Ihre Missionen sind:

    Strukturen und Dienstleistungen anbieten, die an die diversen Bedürfnisse von Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung angepasst sind.

    Aktiv zur Verteidigung der Rechte und Interessen von Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung beitragen.

    Die Tätigkeitsbereiche der APEMH gliedern sich rund um folgende Themenbereiche:

    Beratung und Orientierung, Kinder und Familie, Tagesstruktur für Erwachsene, Ausbildung und Arbeit, Wohnen, Begleitung und Unterstützung, Weiterbildungs- und Kompetenzzentren.

    Dank diesen unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen bieten die APEMH-Ateliers eine vielfältige Auswahl an lokalen und handwerklichen Produkten sowie verschiedene Dienstleistungen.

    Mehr Informationen:


    Quellen:

  • Atelier Isie – Experten mit intellektueller Beeinträchtigung validieren Texte

    Atelier Isie – Experten mit intellektueller Beeinträchtigung validieren Texte

    Wenn die Zielgruppe mitarbeitet

    Ab Oktober 2022 wurde ein neues Atelier für Leichte Sprache und inklusive Kommunikation geplant. Das Atelier Isie ist ein mobiles Atelier, das an verschiedenen Standorten der APEMH aktiv ist. Hier arbeiten junge Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung – und sie sind die einzigen, die wirklich entscheiden können, ob ein Text einfach zu verstehen ist.

    Was ist das Atelier Isie?

    Das Atelier Isie bietet eine berufliche Ausbildung für junge Menschen ab 16 Jahren. Diese Ausbildung wird am Standort in Limpach angeboten, aber da es ein mobiles Atelier ist, werden Arbeiten an verschiedenen Standorten durchgeführt: in Bettemburg-sur-Mess, Limpach, Hosingen, Bettembourg und Esch-sur-Alzette.

    Welche Arbeiten machen die Teilnehmer?

    Die Arbeiten im Atelier Isie sind vielfältig:

    • Texte von schwerer in Leichte Sprache schreiben
    • Informationen (Texte, Videos usw.) in Leichter Sprache prüfen
    • Die Zeitung der Ateliers schreiben
    • Schulungen über Leichte Sprache mithalten
    • Erklärvideos machen

    Die Rolle als Prüfer: Der Schlüssel zur Qualität

    Die wichtigste Aufgabe des Atelier Isie ist die Validierung von Texten. Klaro schickt die Texte, die in „Leichte Sprache“ oder FALC geschrieben wurden, an Mitarbeiter des Atelier Isie, die eine intellektuelle Beeinträchtigung haben.

    Diese Personen, die für diese Arbeit bezahlt werden, sind in der Lage, Leichte Sprache auf Deutsch zu lesen („Leichte Sprache“). Sie schlagen Änderungen vor, um sicherzustellen, dass die Texte korrekt den Regeln der Leichten Sprache entsprechen.

    Warum ist das so wichtig?

    Die Prüfer des Atelier Isie sind die Experten. Sie sind die einzigen, die genau wissen, ob ein Text wirklich einfach zu verstehen ist. Ohne ihre Validierung kann ein Dokument nicht das Easy-to-Read Logo von Inclusion Europe erhalten.

    Ein konkreter Tag im Atelier Isie

    Die Teilnehmer des Atelier Isie machen nicht nur Arbeit für Klaro. Sie arbeiten auch am Computer, schreiben E-Mails, machen Büroarbeit, arbeiten an einer Zeitung und machen Erklärvideos. All diese Aktivitäten helfen ihnen, berufliche Kompetenzen aufzubauen.

    Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Gesellschaft

    Das Atelier Isie ist ein wichtiges Beispiel für Ko-Produktion: Professionelle Mitarbeiter von Klaro arbeiten mit den Experten des Atelier Isie zusammen. Sie entwickeln gemeinsam die Inhalte – sowohl Text als auch Bilder. Die Experten prüfen, ob ein Text einfach zu verstehen ist. Sie tauschen neue Ideen für barrierefreie Kommunikation aus.

    Erfolgsgeschichten

    Die Mitarbeiter des Innenministeriums haben die Texte in Leichter Sprache zusammen mit Klaro und der Prüfgruppe der APEMH-Ateliers erstellt. Dies gilt für wichtige Informationen auf Infocrise.lu, aber auch für Wahlmaterial, Guichet.lu-Merkblätter und vieles mehr.

    Schon 2017 hat das ZPB (Zentrum für politische Bildung) zusammen mit Klaro ein Heft und ein Plakat zu den Gemeindewahlen in Leichter Sprache herausgegeben. Die Piktogramme, die verwendet wurden, kommen auch von den Menschen im Atelier Isie.

    Mehr als eine Arbeit – eine Mission

    Die Teilnehmer des Atelier Isie machen nicht nur eine Arbeit. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft. Sie sorgen dafür, dass Informationen für jeden zugänglich sind – und damit für mehr Autonomie, mehr Teilhabe und mehr Demokratie.